Sym sonjer zbožowny - CD

CD 1.10.93
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Visitors to the Lusatia are often surprised when they come across a slavic people, known as the Sorbs. The Sorbs, a people with their own slavic language, culture and traditions are situated in Germany in an area south east of Berlin between Budyšin (Bautzen) and Chosebuz (Cottbus) and have been living here for nearly fifteen hundred years.
Their ancestors once dominated an area stretching from the river Odra (Oder) in Poland, to the river Elbe in East Germany, from the southern outskirts of Berlin to the mountains of Czechia. The Sorb language is related to polish and slovakian/czechian and has existed as a written language with its own literature for many centuries. Apart from a rich and varied folklore, the Sorbs possess their own artistic culture, which has helped to enrich the european cultural scene. Today the 70 000 strong Sorb people are very much part of German Society but at the same time they strive to maintain and develop their language and culture.
All  types of musical experiences are to be found in the Lusatia, from light music to rock and pop. This music has developed from the Sorb folksongs, which have helped to keep the identity and language alive throughout the years, in particular during the very difficult times of National Socialism. Today the language of this minority group is under great threat, thus placing more importance on the Sorb language through the medium of song.
Mercin (germ.: Martin) Weclich, aged 35, has played and composed music for most of his life and is today the most prolific and popular composer, arranger and interpreter of Sorb light music, receiving much of his inspiration from folk songs. His songs with their pleasing Sorb texts can be heard on the radio, at concerts, dances and folk festivals and also sung by people themselves.
Mercin Weclich, with his two most important lyricists - Beno Budar, an expert in Slavonic philology, and the dentist Hrjehor Nawka, write about what they observe and experience and touch the hearts of both young and old. M. W. provides the melodies that his audience desires without losing touch of current international musical trends. The result is this fascinating recording produced by rock singer Ralf „Bummi“ Bursy at the Rainbow Studio in Berlin. Ralph and Mercin have been working together for the past eight years. M. W. describes himself as a musician, who plays for his own pleasure and for the sincere love he holds for his people.
(engl.:Sue Peter)
Audio CD: Měrćin Weclich "Sym sonjer zbožowny - Ich bin ein glücklicher Träumer" sorbische Popmusik

CD-Gesamtspielzeit: 46:10 Min.; 16 Musiktitel
Sprache der Liedtexte: Obersorbisch
20 Seiten Booklet (Texte und Fotos); farbige Inlaycard
Begleittexte in Sorb., Dtsch., Engl.
Aufnahmen aus den Jahren 1988-93
© Rundfunk der DDR, Dt. Rundfunkarchiv

With new songs on old Sorb path: Mercin Weclich (voc., comp., arr.), Jadwiga Markec (voc.), Clemens Kola (voc.), and Hrjehor Nawka & Beno Budar  (songwriter).

AUDIO examples underlined - click to play:

1.   Wšitko je, kaz je   2:20
2.   Styskanje   2:22
3.   W hajku tam   3:21
4.   Spew wostanje   3:18
5.   Dzens kwasuje wša hoscina   3:34
6.   Lubka mesacka   3:45
7.   Z wetrikom hwizdac   3:44
8.   Krabat   4:38
9.   Mac   4:03
10.  Horca wutroba   3:55
11.  Politikar    4:03
12.  Wšo porjadk ma   3:43
13.  Swobodny byc   3:13
14.  Ziwjenje dze dale   2:20
15.  Na mlodu swobodu   4:00
16.  Wolam was, wótcojo   3:12

Der Besucher der Lausitz ist oft noch verwundert, wenn er in dieser Region zwischen Bautzen und Cottbus, also innerhalb Deutschlands, auf eine slawische Bevölkerung, die Lausitzer Sorben stößt. Er erfährt, daß es ein eigenständiges Volk mit eigener Sprache und Kultur ist, das hier seit fast eineinhalb Jahrtausenden lebt.
Ein Restvolk, dessen Urväter Elbslawen waren und ehemals das gesamte Gebiet zwischen Elbe und Oder besiedelten. Die ober- und die niedersorbische Sprache, seit Jahrhunderten auch Schrift- und Literatursprachen, sind mit der tschechischen und der polnischen verwandt. Außer einer reichhaltigen Folklore besitzen die Sorben eine selbständige künstlerische Kultur, die in der Szene europäischer Kulturen ihren eigenen beachtlichen Platz einnimmt und diese an Farbe und Vielfalt bereichert. Die heute etwa 70 000 Sorben sind in die Gesellschaft der Bundesrepublik eingebunden und bemühen sich weiter um Erhalt und Entwicklung ihrer Sprache und Kultur.
In der Reihe unterschiedlicher Musikgenres wird in der Lausitz auch die sorbische Unterhaltungs- und Popmusik gepflegt. Sie lehnt sich an das Volkslied an, das seit Jahrhunderten, vor allem auch in schweren Zeiten, mitgeholfen hat, sorbische Sprache und Identität weiterzuvermitteln. In der heutigen Situation dieser sprachlich stark bedrohten ethnischen Volksgruppe besitzt das sorbische Lied als gesungenes sorbisches Wort einen außergewöhnlichen nationalen Stellenwert. Hierbei reicht im  Unterhaltungsgenre die Palette vom modern arrangierten Volkslied bis hin zum Pop-Rock im neusten Musiktrend.
Mercin (Martin) Weclich ist zur Zeit der produktivste und meistgespielte Komponist, Arrangeur und Interpret sorbischer Unterhaltungsmusik. Er knüpft an die Traditionen  volkstümlicher Musik an. Seine Lieder mit den wohltuenden sorbischsprachigen Texten, bisher durch Rundfunk und Konzerte verbreitet, erfreuen sich unter der Bevölkerung der zweisprachigen Lausitz großer Popularität, denn wir hören sie auf Tanzsälen, bei Volksfesten - aber auch im Volk selbst nachgesungen. Mercin Weclich und seine beiden wichtigsten Textdichter, der Slawist Beno Budar und der Zahnarzt Hrjehor Nawka, gehen mit offenen Augen durch die Welt und was sie beobachten und erleben, setzen sie um. Dabei treffen sie das Lebensgefühl ihrer vielen jungen und alten Zuhörer. Der Komponist fühlt sich den Ansprüchen seines Publikums an populäre Musik stets meisterhaft und niveauvoll verpflichtet, wobei er gleichzeitig ein aufmerksamer Kenner internationaler Strömungen ist. Ihr Ergebnis findet diese kompromißlose Teamarbeit im faszinierenden Sound des Berliner Rainbow-Tonstudios; die feste Zusammenarbeit mit Ralf “Bummi” Bursy hat bereits Mitte der 80-iger Jahre begonnen.
Mercin Weclich betrachtet sich selbst als Musikant, der aus eigenem Vergnügen und in aufrichtiger Liebe für sein Volk wirkt und mit diesem gemeinsam träumt.
Jurij Krawza